Der Filter heißt Berlin

Die Leute sehen alle gleich individuell aus. Die Leute sehen sogar genau so aus wie auf ihren Instagram-Selfies. Der Filter heißt Berlin. “Hab langsam Hunger. Hast du schon irgendwas geiles gegessen?“ fragt einer seinen Freund. Wichtig, hier isst man nicht einfach irgendwas, hier isst man was “geiles”. Die kulinarische Diversität ist ja auch einer der Faktoren, die Kreuzkölln so lebenswert machen, ne? Was geiles essen, Wegbier einer Marke trinken, die kein Mensch mit Fernseher kennt, später am Abend den Club suchen, der bisher am längsten im Bezirk besteht, oldschool Underground von 2009. Pepe Tabak hellgrün, der teert nicht so krass die Lunge dicht, wenn man beim Treibenlassen ständig raucht, um Tätigkeit beim Gesehenwerden zu simulieren. Niemand erzählt dir mehr ungefragt, dass er Veganer ist, die Phase ist durch, mittlerweile ist das nicht mehr erwähnenswert in einer Peergroup, in der keine Nichtveganer mehr existieren, I mean, you know? #örben

Advertisements

Tags:

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: