Prenzlauer Allee

Man soll den Wandel der Stadt ja nicht von vornherein schlechtreden. Heute beispielsweise stand ich vorm Lidl in der Prenzlauer Allee, unweit des S-Bahnhofs, neben Robben & Wientjes, außerhalb des Rings. Mir ist eingefallen, dass ich da schon mal vor nicht wenigen Jahren war, irgendwann Mitte der Nuller. Ich besuchte einen Kumpel und wir holten dort Bier. Es gab Security-Personal. Ich fühlte mich wie in einem Brennpunkt-Supermarkt. Heute fahr ich da fast täglich vorbei und genieße die ruhige Randlage im sonst kinderwagenüberfüllten Smoothiebezirk.

Ein paar hundert Meter weiter steht das Planetarium, das nachts normalerweise in stimmungsvollem Blau erleuchtet wird. Es sieht gerade so aus:

planetarium

Was zur Hölle, Prenzlauer Berg. Was zur Hölle, Berlin. Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Foto posten und damit dem Ziel der Kampagne in die Karten spielen soll. Aber ich muss das mal los werden: Können wir bitte alle mal wieder runterkommen? Können wir der Werbung mal Einhalt gebieten? Eine Bildungsinstitution als überdimensionierte Werbebande für einen Junkfoodlieferservice? Was zur Hölle.

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One response to “Prenzlauer Allee”

  1. Miguel says :

    “Smoothiebezirk”- eine sehr feine Wortschöpfung, gefällt mir!

    Handelt es sich bei dieser überdimensionierten Werbekampagne vielleicht um einen verzweifelten Versuch der Betreiber des SETI-Projektes??!
    Ich empfehle den Verantwortlichen, sich doch besser wieder auf die Steckrübenpflanzungen zurückzubesinnen!

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