Die größte Bedrohung unseres Zeitalters

Vergesst die Taliban und Hisbollah. Vergesst Al-Qaida und Muslimbruderschaften. Eine andere, viel gefährlichere Bewegung ist auf dem Vormarsch, mehr und mehr dabei, die Grundsätze unserer christlichen Wertegemeinschaft und unserer fortschrittlichen westlichen Gesellschaft zu zersetzen. Sie nennen sich: Atheisten.

Wer sind sie, diese Atheisten?

Sie sind mitten unter uns. Menschen wie du und ich. Demographische Daten schwanken, denn natürlich gibt nicht jeder offen zu, radikaler Atheist zu sein, um soziale Ausgrenzung zu vermeiden und weiter im Verdeckten seiner Blasphemie zu frönen. Schätzungen besagen jedoch, dass fast jeder dritte Deutsche mittlerweile Gottesleugner sei. Bedeutend höher sind die Anteile im Osten der Republik, was man den Menschen dort kaum vorwerfen kann, wuchsen sie doch in einem areligiösen Regime auf und wurden durch absurde Gesellschaftskonzepte geprägt, in denen die Gemeinschaft den Platz der Kirche einnahm. Viel besorgniserregender jedoch ist die wachsende Zahl konvertierender Atheisten, die trotz Pflichtunterricht in Religion gleichsam postpubertär aus der Kirche austreten, offenbar geleitet von der überzogenen medialen Negativpropaganda der letzten Jahre, in der die Verfehlungen Einzelner zu Grundsatzdebatten hochstilisiert werden oder Verfechter dieser Modeerscheinung namens “Homosexualität” Stimmung gegen den Katholizismus machen. Häufig, und darin liegt die große Gefahr, besitzen Atheisten einen hohen Bildungsgrad, selbst Universitätsabschlüsse sind kein Einzelfall. In ihrer Weltsicht völlig verklärt durch Wissenschaft und Empirie entweihen sie unsere einstigen, traditionellen theologischen Bildungsinstitutionen.

Woran glauben diese Atheisten?

An nichts. Völlig halt- und orientierungslos treiben sie durch eine Welt, die in ihrer angsteinflößenden Verwirrung und Boshaftigkeit nichts dringender erforderte als die tröstende Zuflucht des Herrn dem Hirten. Vollends ohne moralische Prinzipien und ethische Leitlinien verwehren sich die Atheisten dem Konzept der Nächstenliebe und der Gnade. Hineingeworfen in eine nach Sinn und Erfüllung dürstende Welt zerbrechen sie an ihrem unerfüllten Dasein, an dem Gedanken an einen Tod ohne Jenseits. Diese Vereinsamung durch Hilf-, Schutz- und Gottlosigkeit hat besorgniserregende Radikalisierungsprozesse zur Folge. Immer mehr einst glückliche Menschen werden missioniert, durch die kruden Theorien der Naturwissenschaft überzeugt und der auffangenden, haltenden Wärme der christlichen Glaubensgemeinschaft entzogen. Durch Verharmlosung heidnischer Ketzereien moderner Kinderliteratur wird der von Natur aus gläubige Nachwuchs tief verstört zurückgelassen. Erste atheistische Tendenzen werden angelegt und, sofern in der weiteren Erziehung nicht eingedämmt, im Laufe der Jugend und des jungen Erwachsenenalters vollends ausgeprägt. Die Folgen dieses rückständigen Lebensstils sind Promiskuität, Techno, Drogen, Suizid.

Was können wir gegen Atheismus tun?

Die einzige Lösung im Kampf gegen den Atheismus lautet: Zusammenhalt. Wir müssen uns rückbesinnen auf unsere ureigensten Werte, unsere christliche Tradition. Was bedeutet das? Kreuzzüge. Es ist an der Zeit für einen Kreuzzug gegen den Atheismus, der die Gesellschaft in ihren Fundamenten gefährdet. Wir müssen uns zusammenschließen! Mormonen, Scientologen, Hindus, ja selbst Terroristen aus Nahost! Wir müssen die Buddhisten aus ihrer Chill Out Zone holen und ihnen den Krieg gegen den gemeinsamen Feind lehren! Unter der Führung des einen wahren Gottes werden sich die Weltreligionen erheben und die größte Bedrohung des 21. Jahrhunderts im Keim ersticken! Religionsfreiheit heißt nicht Freiheit von der Religion! Für den Einsatz des christlich-demokratisch geführten Militärs im Inland gegen gottlose Terroristen! Herr, steh uns bei in diesem Krieg gegen die Säkularisierung! Amen.

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2 responses to “Die größte Bedrohung unseres Zeitalters”

  1. Phil Eulenspiegel says :

    Verzeih, wenn ich den polemischen Ton nicht aufgreife und darzustellen versuche, wie ich die Sache mit dem Atheismus sehe. Ja, die Säkularisierung ist unumkehrbar, aber ich glaube nicht daran, dass wir dabei eine Entwicklung vom Schlechteren zum Besseren hin durchmachen. Das ist meines Erachtens ein erster Glaubenssatz, den man bei überzeugten Atheisten nahezu ausnahmslos vorfindet. Daraus resultiert, dass man die Geistesgeschichte des Menschen als den Weg aus der Blödheit in die Wahrheit stilisiert – eine Vorstellung, die nicht zuletzt von gottesfürchtigen Männlein in die Welt gebracht wurde.
    Ob er nun will oder nicht, streicht der Atheist mit dem Konzept Gottes auch einen Verbürger der Wahrheit mit durch. Wahrheit ist aber nun ein Konzept, das man schwerlich aufgeben kann, also schreibt man es einfach stumpf auf die empirische Wissenschaft um. Die Theologie, die einstmals der Grund für Universitätsstiftungen war, ist bereits an den Rand gedrängt, die Philosophie soll ihr folgen, wie sich jetzt mehr und mehr herauskristallisiert.

    Bei Stephen Hawking:

    http://philosophynow.org/issues/82/Hawking_contra_Philosophy

    Bei Neil de Grasse Tyson (Astronom und Öffentlichkeitsarbeiter in Sachen Naturwissenschaft):

    http://www.huffingtonpost.com/massimo-pigliucci/neil-degrasse-tyson-and-the-value-of-philosophy_b_5330216.html

    Die Konzentration auf das Empirische mündet in einer eigenartigen Geschichtsvergessenheit, indem man frühere Zeugnisse einfach als ideologisch kontaminiert betrachtet. Säkularisierung bedeutet ja zunächst, dass Besitztümer der Kirche in den Staat übergehen. Und wenn man sich den Überwachungsskandal einmal unter dem Begriff Allmacht-Säkularisierung vergegenwärtigt, wird der aufklärerische Fortschritt auf einmal ein recht unangenehmes Unterfangen.
    Ich selbst bevorzuge übrigens die Agnostik. Eine Position, die meines Erachtens als einzige erlaubt, in diesen Zusammenhängen keine definitive Stellung beziehen zu müssen.

    • Voland says :

      @nutella: sehr schön geschrieben!

      @phil eulenspiegel: …Ob er nun will oder nicht, streicht der Atheist mit dem Konzept Gottes auch einen Verbürger der Wahrheit mit durch. Wahrheit ist aber nun ein Konzept, das man schwerlich aufgeben kann, also schreibt man es einfach stumpf auf die empirische Wissenschaft um…muhahaha…Warum gibt man mit Gott das Konzept der Wahrheit auf, wenn Gott nichts ist als ein spinnertes, empirisch nicht belegtes Konstrukt innerhalb des menschlichen Geistes?

      Es gibt keine absolute Wahrheit und auch die “Empirie” hat ihre Grenzen (z.B. Unschärferelation) um die Welt zu betrachten und zu begreifen. Wir benutzen immer Abstraktionen, um die Welt in unserem Gehirn abzubilden und da sind mir wissenschaftlich strukturierte Erkenntnisse wesentlich lieber als ein Gott, der aus drei willkürlich ausgedachten Aspekten besteht…

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