Die Fremdheit des Andern ist ein Ärgernis

Als beim Erntedankfest in der Grundschule die Eier aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses hart gekocht wurden, obwohl ich sie schon immer mittelweich präferierte, wurde mir erstmals eine wichtige Erkenntnis bewusst, die sich bis heute wie kaum eine weitere durch mein Leben zieht:

Die Fremdheit des Andern ist ein Ärgernis.

Diese Kompromisse im täglichen Umgang mit Menschen fressen stets einen Großteil meiner Lebensenergie. Vielleicht sind es also gar nicht solch abstrakte Konstrukte wie Sympathie oder Liebe, aufgrund derer wir unser näheres soziales Umfeld auswählen. Vielleicht handelt es sich schlicht um eine Selbstschutzreaktion des Körpers, sich tunlichst von Menschen fern zu halten, die die Klopapierrolle falsch herum aufhängen oder Sachen wie “ebend” sagen.

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