100 Songs für die Insel: Aphex Twin – Strotha Tynhe

Mit Richard D. James alias Aphex Twin assoziiert man in der Regel abgefahrene Videos und noisige Fluchtreflex-Beats. Diese ganz eigene Unkonventionalität zieht sich nicht nur durch Filmkunst und Rhythmik, sondern vor allem auch durch seine Harmonik. Deutlich wird dies in den zahlreichen kleinen Klavierstücken, mit denen sein Doppelalbum-Masterpiece “Drukqs” (2001) gespickt ist und die man schnell geneigt ist zu überhören. Dabei steckt besonders in dem kleinen Stückchen “Strotha Tynhe” (böse Zungen behaupten, er bilde Songnamen dadurch, dass er seinen Penis über die Tastatur rollt) so viel Schönheit, Tiefe und Dramatik. Erik Satie hätte diese Dissonanzen kaum eleganter aufbauen und wieder auflösen können. Der neunte Song für die Insel von Aphex Twin, dem vielleicht bedeutendsten Vertreter moderner Neuer Musik.

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