Die existenziellste aller Ängste

Alles begann, als der Mensch versuchte, Dinge zu begreifen, statt einfach stumpf seiner Triebe zu fröhnen. Da reichte das erste ordinäre Gewitter und der Gedanke an eine übergeordnete Macht war geboren. Unglücklicherweise vermochte er diesen Gedanken auch mit fortschreitenden kognitiven Fähigkeiten nie wirklich abzuschütteln, was wiederum neue, sehr verzwickte Probleme nach sich zog. Irgendwann, der Mensch hatte längst seine Höhle verlassen, begann er tatsächlich, einige Antworten zu finden; wie ein Gewitter entsteht, dass er eigentlich nur ein kluger Affe ist, solcherart Dinge. Doch dieses immer klarer ausdifferenzierte Weltbild hinterließ einen faden Beigeschmack der Selbstverantwortlichkeit. Von allen existenziellen Ängsten befreit fand er die existenziellste aller Ängste: Das Nichts.
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